Auto Auktion

Wo Autokäufer noch ein Schnäppchen machen können

Steht ein Auto zur Auktion, kann man als Käufer ein günstiges Schnäppchen machen. Die aufgerufenen Preise liegen häufig genug deutlich unter den Angeboten, die man auf einer Online-Plattform oder bei einem Händler für Gebrauchtwagen vorfindet. Allerdings setzt eine Autoversteigerung eine gewisse Risikobereitschaft beim Kunden voraus. Denn vor dem Kauf sind weder eine Probefahrt noch eine gründliche Inspektion des Wagens möglich. Die Beschreibungen im Auktionskatalog sind zudem sehr knapp gehalten.

Sie schildern nur in groben Zügen die Vorgeschichte und Ausstattungsmerkmale des Modells, das zur Versteigerung kommt.

Wo findet eine Auto-Auktion statt?

Autokauf

Die versteigerten Fahrzeuge stammen meist aus dem Fuhrpark mittelständischer Unternehmen, von Autoverleihern oder Behörden. Zum Teil bringen auch Banken oder Leasing- und Finanzgesellschaften das eine oder andere Auto zur Auktion. In diesem Fall handelt es sich um nicht abbezahlte Wagen von Schuldnern, die zur Restschuldtilgung herangezogen werden. Sogar Fahrzeughersteller und Autohändler sind auf diesem Markt anzutreffen. Privatkunden gehören zur Minderheit unter den Anbietern. Sie treten meist nur bei einer Auktionsplattform wie eBay als Verkäufer in Erscheinung. Neben eBay haben sich speziell im Auktionshandel mit Fahrzeugen weitere Auktionshäuser etabliert, bei den man gebrauchte Autos online kaufen kann. Darüber hinaus existieren noch Versteigerungen vor Ort. Ein Beispiel wären Flughäfen, die in größeren Abständen nicht abgeholte Fahrzeuge zur Auktion bringen.

Da bei einer Auktion weder eine Probefahrt noch eine ausgiebige Besichtigung erlaubt sind, sollte man sich vorab gründlich vorbereiten. Es empfiehlt sich, den Auktionskatalog zu studieren und bei interessanten Objekten die besten Angebote auf dem Gebrauchtwagenmarkt zu ermitteln. Andernfalls lässt sich kaum erkennen, ob es sich bei den aufgerufenen Geboten tatsächlich um Schnäppchen oder aber um weniger günstige Angebote handelt. Am besten setzt man sich gleichzeitig ein Limit, bis zu dem man mitbietet. Auktionen besitzen wie Glücksspiele eine eigentümliche Dynamik, von der sich schon so mancher Teilnehmer unversehens mitreißen ließ.

Bekannte Auktionen

Der Gesetzgeber hat die Finanzämter der Bundesländer dazu verpflichtet, gepfändete Gegenstände in einer öffentlichen Auktion zu versteigern. Die jeweiligen Zollbehörden sind für die Durchführung der Auktion zuständig. Seit 2009 existiert außerdem mit der Internseite www.zoll-auktion.de ein zentrales, virtuelles Auktionshaus. Zugang haben sowohl Privatleute als auch gewerbliche Händler. Interessant ist, dass hier auch beschlagnahmte Fahrzeuge aus Polizeibeständen zur Versteigerung kommen. Darüber hinaus versteigert der Zoll auch die Dienstwagenflotten der Behörden. Insbesondere für kleinere Betriebe sind diese Auktionen oftmals eine Fundgrube, da hier meist eine große Auswahl an Lastfahrzeugen günstig zu erwerben ist. Es existiert aber eine Sonderregel, die man bei Zoll-Auktionen beachten sollte. Wenn der ursprüngliche Besitzer während der Versteigerung erscheint und sein Pfandgut auslöst, erlischt der Anspruch des Höchstbietenden auf den ersteigerten Gegenstand.

British Car Auctions ist der größte gewerbliche Ausrichter von Auto-Auktionen in Europa. Das Unternehmen stammt zwar aus Großbritannien, der wichtigste Standort ist jedoch inzwischen Deutschland. Allerdings sind zur Auto-Auktion ausschließlich Händler mit Gewerbeschein zugelassen. Jährlich veranstaltet British Car Auctions rund 6.500 Versteigerungen, bei denen 1,4 Millionen Fahrzeuge den Besitzer wechseln. Es finden reale und virtuelle Auktionen statt, in denen bis zu 600 Teilnehmer gleichzeitig auf ein Auto bieten. Hier muss man also gute Nerven besitzen und zudem reaktionsschnell sein, um Erfolg zu haben.

Eines der größten Internetauktionshäuser, das sich auf Pkws spezialisiert hat und Privatpersonen offensteht, nennt sich Autorola.de und wurde 1996 in Dänemark gegründet. Im Unterschied zu einem realen Auktionshaus finden hier nach dem Vorbild von eBay rund um die Uhr Versteigerungen statt. Der Käufer hat den Vorteil, dass er beim Erwerb eines Fahrzeugs keinerlei zusätzliche Gebühren zu entrichten hat. Diese kassiert der Veranstalter stattdessen von den rund 70.000 registrierten Händler, die ihre Fahrzeuge dort anbieten. Die Höhe der Gebühr hängt vom Mindestpreis des Autos ab, beträgt jedoch maximal 750 Euro.

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