Autokauf Online

Bis zu 40 Prozent beim Neuwagenkauf sparen

Wer den Autokauf online abwickelt, bekommt den Wunsch-Pkw teilweise 40 Prozent unter dem aktuellen Listenpreis. Da es sich bei einem Pkw um einen der teuersten Gebrauchsgegenstände des alltäglichen Bedarfs handelt, kann sich der eingesparte Betrag auf etliche Tausend Euro belaufen. Internetplattformen für den Handel mit Gebrauchtwagen haben sich bereits Ende der 1990er Jahre auf dem Markt etabliert. Eine Entwicklung der jüngeren Vergangenheit sind die Internetportale, auf denen man Neuwagen günstig erwerben kann. Sie bieten dem Kunden mitunter weitaus größere Preisvorteile als der Gebrauchtwagenmarkt.

Wie funktioniert der Autokauf online?

Autokauf

Auf dem Gebrauchtwagenmarkt veräußern sowohl gewerbliche Händler als auch Privatleute Fahrzeuge. Die Angebote der Neuwagenportale stammen hingegen fast ausschließlich von professionellen Autohändlern. Die Plattform tritt als Vermittler auf und kassiert vom Händler eine Gebühr. Interessanterweise rufen die Autoverkäufer im Internet häufig deutlich niedrigere Preise für dasselbe Fahrzeug auf als in ihrem Geschäft. Woran liegt das? Warum verzichten sie freiwillig auf die Gewinnspanne? Zum einen wandern die Kunden verstärkt ins Internet ab. Um einen potenziellen Käufer überhaupt auf sich aufmerksam zu machen, müssen die Autohäuser bei den einschlägigen Portalen mit attraktiven Angeboten das Interesse wecken.

Zum anderen hängen die Neuwagenrabatte, die der Hersteller einem Händler gewährt, unmittelbar von der verkauften Stückzahl an Pkws ab. Wer mehr Fahrzeuge absetzt, streicht für jeden verkauften Wagen auch mehr Gewinn ein. Als lokaler Händler mit beschränktem Einzugsraum sind die notwendigen Stückzahlen jedoch kaum zu erreichen. Dies gilt insbesondere, wenn das Unternehmen in einer Region mit schwacher Kaufkraft tätig ist. Im Internet hat der Händler Zugriff auf Kunden in ganz Deutschland, teilweise sogar europaweit. Da er bei der entsprechenden Zahl an Verkäufen selber mehr verdient, kann er einen Teil des Vorteils wieder an die Käufer weitergeben.

Wenn man diesen Zusammenhang kennt, versteht man auch, warum bei bestimmten Fahrzeugmarken die Rabatte kräftiger ausfallen als bei anderen. Zum Beispiel ist es weitaus schwieriger, von Mercedes ein günstiges Auto online zu finden als von einem asiatischen Hersteller. Letztere drängen momentan massiv auf den deutschen Markt und sind willens, ihren Händlern großzügige Rabatte einzuräumen, sofern sie den Absatz ankurbeln. Unabhängig von der Marke haben Kunden speziell bei Auslaufmodellen gute Chancen, ein Schnäppchen zu machen.

Überführungsgebühren kosten extra

Doch es sprechen nicht nur finanzielle Gründe dafür, den Autokauf online abzuschließen. Das Autohaus hat nur ein begrenztes Angebot an Fahrzeugen vorrätig. Im Internet hat der Kunde hingegen die freie Auswahl. Die Portale sind so clever programmiert, dass sich jeder Besucher mit ein paar Klicks sein Traumauto zusammenstellen kann. Er gibt dazu nur Marke, Modell, Farbe und gewünschte Ausstattung an. Die Plattform sucht ihm dann den Händler mit dem passenden und günstigsten Angebot heraus. Neben den Sonderausstattungen ist auch stets vermerkt, was die Extras kosten. So kann der Kunde für sich selbst entscheiden, ob ihm beispielsweise die Ledersitze oder die Automatik den Aufpreis wert sind.

Für den Online-Autokauf gelten hinsichtlich der Gewährleistung die gleichen Regeln wie beim Kauf vor Ort im Autohaus. Der Käufer muss allerdings beachten, dass auf ihn noch weitere Zusatzkosten hinzukommen. Denn die Kaufsumme beinhaltet nicht die Überführungskosten des Fahrzeugs. Wer hier Geld sparen möchte, tritt als Selbstabholer auf. Dann ist nur die eigene Anreise zu zahlen. Doch der Händler lässt sich vom Kunden bereits den Transport vom Werk bis zum Autohaus bezahlen. Noch teurer wird es, wenn das Auto bis zur Haustür gebracht werden soll. Für die Überführung muss man zwischen 300 und 1.200 Euro einkalkulieren.

Sofern Sie den Autokauf online tätigen, birgt dies natürlich den Nachteil, dass Sie keine Probefahrt mit dem Wagen unternehmen können. Viele Kunden umgehen das Problem, indem sie bei einem Autohändler an ihrem Wohnort vorbeischauen und sich dort ihr Wunschfahrzeug vorführen lassen. Eine Probefahrt verpflichtet schließlich nicht zum Verkauf. Wenn Sie dem Händler anschließend aktuelle Neuwangenangebote aus dem Internet für das gleiche Modell präsentieren, lässt er möglicherweise sogar mit sich handeln. Sollte sich der Preisunterschied dann nur noch im niedrigen Prozentbereich bewegen, ist es angesichts der Überführungskosten durchaus eine Überlegung wert, mit dem Autohaus vor Ort ins Geschäft zu kommen. Der Online-Autokauf verschafft Ihnen in diesem Fall eine gute Verhandlungsbasis.

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